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Mittwoch, 2. April 2014

Tutorial secret belgian binding

... zu den kleinen Büchern vom Samstag. Hier noch ein paar Ansichten der Innenleben:


Hier beide Büchhüllen innen und außen, von vorne und von hinten. 
Bei dieser Bindung werden zuerst die Buchdeckel und der Buchrücken verbunden und dann die Lagen in die Querschnüre am Buchrücken eingebunden.
Da uns die über die Buchdeckel gespannten Schnüre nicht so gut gefallen haben, hat Ea aus der Not eine Tugend gemacht und Washi Tape um die Längsschnüre geführt und aufgeklebt. Ich habe gebunden, bevor ich die Spiegel aufgeklebt hatte (manchmal ist es gut, nicht Erste zu sein;-)), so sind sie überklebt und stören (mich) weniger.

Zum Lochen der Lagen und der Buchdeckel müssen zuerst Schablonen angefertigt werden. Die Schablone für die Lagen (links, beige Schablone) ist in der Mitte geknickt und wird mittig in jede Lage gelegt und dann mit einer Ahle gelocht (rechtes Foto). Die Buchdeckel-Schablone wird aufgelegt, die Löcher übertragen und durchgebohrt.

Ich habe meinen Bucheinband (18 cm hoch) mit einem ca. 2,50 m langen Garn gebunden und es hat gerade eben gereicht. 

Buchdeckel und -rücken mithilfe zweier Kartonstreifen und Klammern mit beidseitig ca. 2 mm Abstand zusammenhalten.
Man beginnt in dem rechten, oberen Loch und sticht nach außen durch. Das Fadenende unter der Klammer fixieren. Dann den Faden zwischen Buchdeckel und -rücken nach vorne stechen, hier den Faden über den Buchrücken führen und links zwischen Buchrücken und -deckel nach hinten. Durch das linke, oberste Loch nach vorne stechen und genau so wieder nach rechts zurück und den gleichen Weg noch einmal nach links. Bei den Buchdeckeln liegen also auf der Außenseite immer zwei Parallelfäden, beim Buchrücken auf der Innenseite.  
 Den Faden dann links in das nächst darunterliegende Loch nach außen führen und genau so weiter binden, bis man im rechten unteren Loch endet. Das Fadenende hier um den gespannten Faden verknoten und das Ende kürzen. Den Fadenanfang auf die gleiche Weise oben um den gespannten Faden verknoten. Da die Fäden bei mir noch mit dem Spiegel verdeckt werden, habe ich Anfangs- und Endstück mit etwas Washi fixiert, damit sie nicht irgendwo abstehen.

Jetzt werden die Spiegel aufgeklebt, dann ist die Buchhülle fertig.
Das Einbinden der Lagen beginnt mit der rechten Lage oben. Hier durch das oberste Loch der Lage nach innen stechen und innen durch das zweite Loch wieder zurück. Den Fadenanfang mit einer Klammer fixieren.
Dann den Faden am Buchrücken hinter Fadenpaar zwei und drei durchführen und durch Loch drei der Lage wieder nach innen stechen. Durch das nächste Loch wieder zurück. Hinter Fadenpaar vier und fünf am Buchrücken weiter...


Durch das unterste Loch der Lage zurück, den Faden um das unterste noch verbliebene Fadenpaar nach oben führen und dann die nächste Lage dazu nehmen. Hier durch das unterste Loch nach innen stechen und durch das darüber liegende Loch nach außen. 
Bei der Lage oben angelangt wird der Fadenanfang verknotet aber nicht abgeschnitten, dann geht es durch das oberste Loch der dritten Lage weiter.

Je mehr Lagen eingebunden sind, um so enger wird es. Dann ist es einfacher, die Schlingen über die ganze Strecke locker zu lassen und erst nach dem Einbinden auf der ganzen Länge den Faden anziehen.




Muss mit neuem Faden weiter gebunden werden, lässt man das Fadenende hängen und fixiert den Fadenanfang wieder mit einer Klammer. Dann wird zuerst die Lage zu Ende gebunden, dann der Faden angezogen und Anfang und Ende verknotet.
Wenn alle Lagen eingebunden sind, wird das Fadenende zum Fadenanfang geführt und beide Stücke miteinander verknotet. Die Enden nun kurz hinter dem Knoten abschneiden.

Und wem das alles zu textlastig war, hier gibt es drei Filme mit insgesamt ca. 45 Minuten dazu.

Samstag, 12. Oktober 2013

Bierpapier-Karten

Ich brauchte noch zwei Geburtstagskarten und was liegt in dieser Jahreszeit näher, als Herbstfarben? Auch zähle ich immer noch ein paar Bierpapiere aus Heindesign-Urzeiten zu meinen gehorteten Schätzen und die passen doch wie gemacht zum Herbst!
Für das Schmuckpapier habe ich cremefarbenen Metallic-Karton genommen. Darauf mit den wasservermalbaren Inktense Blocks, mit PanPastels und Schlagmetall gespielt. Das Muster ist mit einer Crafters Workshop-Mask entstanden. Der Stempel ist von StempelBox. Die Papierfedern sind mit einer kesi'art-Stanze gemacht.
Aus dem DIN A4-Bogen sind fünf Karten entstanden - ich hätte also mal wieder einen kleinen Vorrat;-)
Diese Stempel sind von Stamping Fairies, allerdings konnte ich sie nicht mehr finden. Bei der rechten Karte habe ich den Schriftzug zuerst nur mit Versamark gestempelt und getrocknet. Dann nochmal so gut es geht genau darüber und nun embosst. Da die Stempel nie genau aufeinander treffen, ergibt sich ein kleiner Schatten. Auf dem rotbraunen Bierpapier neben dem Schmuckpapier sind auch kleine Federn nur mit Versamark aufgestempelt.
Und so ist das Schmuckpapier entstanden:

Samstag, 31. August 2013

DREIERLEI im August

Hier das "gepatchte" Riesen-Werk von Ea:
Es misst stolze 130 x 130 cm! Für den Kasten wurden Dachlatten auf ein Brett genagelt und die einzelnen Fächer mit Rinde, Mohnkapseln, Ästen (Haselnuss), bambusähnlichem Gras, Weberkarden und Baumbart gefüllt. Die Mohnkapseln sind mit Montagekleber befestigt, alles andere ist überwiegend angetackert.
xxx-xxx-xxx-xxx-xxx-xxx-xxx-xxx-xxx
Und hier mein Mogel-Patchwork, was aber keine Zeitersparnis bedeutete, dafür aber "Stoffe" Ton in Ton.
Von Mareike kam neulich die Frage, ob ich wüsste, wie solche Schlampermäppchen gemacht werden, deshalb hier die Probe auf's Exempel und siehe da, es funktioniert so, wie ich mir das vorgestellt hatte:
Verwendet habe ich einen Rest des Leinens von denTischläufern der Deko von letztem Jahr. Und vielleicht erkennt der eifrige Blog-Leser auch, dass außer Hintergrundstempel auch fast alle hier selbstgemachten Stempel benutzt wurden. Gestempelt habe ich mit wasserfesten Farben, danach gründlich eingebügelt. Ich hoffe, dass die Farbe hält!
Und hier noch ein paar Details, wenn schon nicht "echt" gepatcht, dann wenigstens handgequiltet:-)

Und jetzt hüpft schnell zu Mareikes echtem Mega-Patch-Werk, damit noch bisschen Farbe ins Spiel kommt:-)

Und so ist mein Patchworkmuster entstanden:

Dienstag, 13. August 2013

Leichtes Reisebüchle

in einfacher Heftbindung.
Weil die Jungs für ihre 5-Tages-Tour gerne ein leichtes Büchle für ihre Aufschriebe möchten, habe ich mich für eine Heftbindung entschieden, die wir so 2007 in Lauenburg bei Marí gemacht haben.
Für die Lagen habe ich 2-mal drei Bogen Kopierpapier halbiert und dann doppelt gefaltet zum Block gelegt, die Seiten sind also DIN A6 groß und sie haben 48 Seiten zum Beschreiben, genug Platz, um auch nur mal schnell großzügig was zu notieren;-)
Damit es nicht ganz auseinander flattert, wird es mit einem Magnetverschluss zusammen gehalten. Im Umschlag vorn und hinten können auch noch (Merk)Zettel eingesteckt werden.
Damit es die Rucksackschlepperei auch unbeschadet übersteht, habe ich den Fotokarton für den Einband mit Buchbinderleinen bezogen und die Hülle ganz zum Schluss innen und außen mit Glue n'seal versiegelt. Der Titel ist mit einer Tim Holtz Stanze (Untieled) gemacht und dann mit einem weißen Stift teilweise nachgezogen. Beim nochmaligen Überstreichen mit Glue n'seal habe ich die weiße Farbe bei der Jahreszahl dann leider ein bisschen verwischt:-(

Gebunden habe ich es mit Leinengarn, welches wir jetzt im Urlaub auf einem Flohmarkt erstanden haben. Es tut mir schon sooo Leid, dass wir nicht alles aufgekauft haben! Sie wollte pro Teil nur 10 Cent und wir Blöde haben jeweils nur 4 Knäuelchen mitgenommen:-( Außerdem noch eine wunderschöne Bein-Ahle (habe ich Mareike überlassen) und einen noch richtig stabilen Fingerhut.
So sieht mein Büchle von 2007 aus, aus beschriebenen und bemalten Papieren, die Hülle aus Fotokarton, die Seiten aus Vorsatzpapier. Für den Verschluss wurde ein Papierknopf aus dem Hüllenkarton gewickelt.

Und so wird es gebunden:

Dienstag, 30. Juli 2013

Travel-Journal

Es ist fertig, der Urlaub kann kommen:-)
Der Buchrücken ist mit selbstklebendem Canvas bezogen, welches zuerst noch in Distressfarben baden durfte und dann bestempelt wurde. Auf den Rücktitel kam eine von Google ausgedruckte Karte der Gegend, in die wir gehen. Das Papier ist mit glue n'seal aufgeklebt und auch versiegelt. Jaja, ich weiß, das Einstreichen mit Gesso hätte ich mir da sparen können^^
Die Kanten sind alle mit gestreiftem Washi Tape umklebt. Der Titel ist mit Alphas aufgeklebt und gestempelt, danach ebenfalls dick mit glue n'seal überstrichen, damit die Sticker auf jeden Fall halten. Die roten Acrylfarbenspritzer sind ganz zum Schluss darauf gekommen.

Und hier noch ein paar Innenansichten.

Innen auf dem Buchdeckel ist ein Leporello mit Fotos von unserer Ferienwohnung.


Auf den Taschen und den zusätzlich eingebundenen Scrapbookpapieren sollen später noch Fotos aufgeklebt werden.

Und hier noch die Fertigstellung:

Sonntag, 28. Juli 2013

Travel Journal - Rohling

Mit Experimentalbindung;-) Eigentlich wusste ich die ganze Anfangszeit noch nicht, wie die Bindung dann aussehen würde. Es war nur eine vage Idee, und so ist's geworden:

Ich wollte pro Tag genügend Platz für den Tagebuchtext, mit dem jeden Tag ein anderer dran ist und dann sollten noch Taschen rein, in welche die täglichen "Sammelstücke" gesteckt werden können.
Und es sollte sich aufgeschlagen ziemlich "flach" legen lassen, damit man gut darin schreiben kann. Also schied so etwas wie die asiatischen Heftbindungen auf jeden Fall aus.
Jetzt fehlt noch der Buchtitel und danach wird der Buchrücken umklebt - und halt insgesamt alles noch ausschmücken mit Stempel etc.

Damit die Tabs "geschützt" sind, ist der hintere Buchdeckel breiter, als der vordere.
Außer für den Rückreisetag gibt es für jeden Tag eine kleinere und eine größere Tasche.

Und so ist das Experimentierbuch entstanden:

Mittwoch, 3. Juli 2013

Baustellenhütchen

Baustellenhütchen vermisst Elias immer wieder beim Autos spielen.
Diese hier habe ich ihm nun aus Eierkartons gemacht, die Hälfte bleibt hier, die andere Hälfte geht morgen mit nach Riedlingen. Ich freu mich drauf!
Ich glaube nicht, dass er sich an der Größe stört;-)
Vor zwei Wochen haben wir ihm Makulaturpapier mit Washi auf den Boden geklebt und Straßen aufgemalt. Ich rechne fest damit, dass er das als erstes wieder möchte, wenn sie übernächste Woche kommen;-) Die Baustellenhütchen hätte er da schon gut gebrauchen können, schließlich gab's ja eine große Baustelle - und zudem hat die Feuerwehr auch solche Hütchen und Feuerwehrautos sind eh die allerwichtigsten Autos - und was es halt sonst noch an Tüta-Fahrzeugen gibt!!!

Und falls jemand wissen möchte, wie die Hütchen gemacht sind, ...

Freitag, 21. Juni 2013

Büchle mit namenloser Bindung

Zumindest weiß ich nicht, wie sie heißt, wenn die Seiten auf einen gefalteten Streifen aufgeklebt sind. Weiß es vielleicht jemand?

Das Büchle ist ca. 15 x 15 cm groß und 3,5 cm dick und so sieht es aus:
Und so das Innenleben:


Und so wird es gemacht (es ist nicht so kompliziert, wie es sich vielleicht liest!!!):

Mittwoch, 12. Juni 2013

Spruch der Woche 5

Tja, wenn ich diese Woche noch einen schaffen würde, wäre ich auf dem Laufenden. Aber höchstwahrscheinlich wird das nicht klappen.
Bei dem Orange ist Perfect Pearls beigemischt, aber leider glimmert das auf dem Gesso-Untergrund nicht wirklich. Für die Dolden habe ich selbstklebende DIN A6-Etiketten mit schwarzer Stempelfarbe eingefärbt und die Dolden dann ausgestanzt. Sie kleben nicht sehr fest, ich fürchte, dass die Stempelfarbe der Klebeschicht nicht so gut getan hat.

Und so hab ich die Seite gemacht:

Montag, 10. Juni 2013

Spruch der Woche 4

ist eine etwas dunklere Angelegenheit. Den Spruch hab ich neulich in einem sehr traurigen Zusammenhang gelesen.

Ich wollte gerne einen "Farbklang" aus meinem Farbfächer
nehmen, welchen wir letzten Herbst in Lauenburg gemacht haben. Die ausgewählte Farbzusammenstellung (links die erste) mag ich sehr gerne, damit habe ich auch das Büchle mit Gummibindung gemacht (dabei fällt mir gerade ein, dass ich das größere ja auch mal zeigen könnte:)
Ich wollte mit Gesso eine Struktur erzeugen und da dann mit Aquarellkreiden drauf. Nur hab ich meine Farbvorgaben nicht wirklich hingekriegt:-( Die Kreiden kamen ziemlich anders "raus", als sie dann nass waren.
Und so hab ich's gemacht:

Mittwoch, 5. Juni 2013

Spruch der Woche 2

Vielleicht sollte ich ihn besser "Spruch des Monats" nennen, dann wäre ich wenigstens auf dem Laufenden;-) Diesmal ist es eine Textpassage aus meinem zuletzt gelesenen Buch: Der Feind im Schatten von Henning Mankell. Hat mir übrigens sehr gut gefallen!

Und dann bin ich neulich hier noch über eine begeisternde Seite mit Farbklängen gestoßen. Ich möchte mir für die Sprüche jetzt immer einen Farbklang aussuchen, nach dem ich die Seite dann gestalten will.
Ich hab dann zuerst mal farblich infrage kommende Materialien zusammen gesucht - und nicht mal die Hälfte davon verwendet:-)
Und wer mehr wissen möchte...

Montag, 6. Mai 2013

Spruch der Woche 1

Hier ist meine erste Seite. Und auch die Wunsch-Fliegen sind jetzt selbsterklärend, oder?
Schon lange faszinieren mich die Mixed-Media-Geschichten, die man zuhauf im weltweiten Netz findet. Und die Art Journaling-Bücher sind sooo schön, aber da ist das "Journaling" schließlich notwendiger Bestandteil. Doch was soll ich schreiben, bei dem mir später, wenn ich meinen Sermon wieder lese, nicht schlecht wird? Und da ich ja die Schreiberei während der "Trockenzeit" zwischen den Kursen auch weiter üben möchte, kam mir die Idee mit dem Spruch der Woche:-)
Eine etwas freiere Schrift wäre besser, weil sich auf den Falten nicht so klar schreiben lässt. Muss ich üben!